Beiträge von Kreuzschnabel

    Zuerst, wie Anne schreibt, den unteren Drahtrand umhäkeln. Anders wird es wahrscheinlich nicht schön und fest werden.
    Für die erste Runde bestehen die Fächer aus 9 Doppelstäbchen.
    2. bis 5. Runde bestehen sie aus 7 Doppelstäbchen.
    Dann 3 Runden mit 5 DoStb....

    Vor dem Zusammennähen von Quadraten zu einer Tischdecke brauchst Du, denke ich, keine Angst zu haben, wenn Du


    1. exakt und fadengerade zuschneidest und nähst ( am Besten auch noch merken oder markieren, dass alle Quadrate den Fadenlauf in der gleichen Richtung haben),


    2. den Stoff vorher gut stärkst und zum Sticken mit Stickvlies zum Wegreißen hinterlegst


    3. ein schön gerades Band zum Zusammennähen nimmst (bloß kein Schrägband!).


    Nur Mut!

    Zum Millenniumsquilt:
    Anlässlich des Jahrtausendwechsels entstand die Idee, Decken oder Wandbehänge aus 2000 verschiedenen Stoffstückchen zu nähen. Da kaum jemand so viele verschiedene Stoffe besitzt, überlegten sich die Interessierten ein Tauschverfahren:


    Getauscht werden sollten nur Quadrate mit 6,5 cm Kantenlänge. Jeder Teilnehmer schnitt aus mindestens 25 verschiedenen Stoffen je 80 Quadrate. Das sind dann 2000. Oder anders ausgedrückt: Jeder packte 80 kleine Päckchen mit je 25 verschiedenen Stoffquadraten darin.
    Außerdem sollte in jedes Päckchen noch ein gleichgroßes Quadrat aus Nessel mit dem Namen, Ort und Land des Teilnehmers. Diese sogenannten Siggis (von Signet) wurden nach eigenem Geschmack gemalt, beschrieben oder bedruckt.


    Nun behielt man eins der eigenen 80 Päckchen und suchte für die 79 anderen Tauschpartner, die man in Patchworkgruppen, auf speziellen Ausstellungen, im Internet oder durch Mundpropaganda fand. Auf diese Weise wurden aus 25 verschiedenen, größeren Stoffen nach und nach 2000 verschiedene, kleine Stoffquadrate. Und dazu kamen dann noch die 80 verschiedenen Siggis der Tauschteilnehmer. Macht zusammen 2080 Quadrate.


    Wie man nun seine "Stöffchen" zusammennähte, blieb jedem selbst überlassen. Manche haben aus jedem Päckchen eine Reihe genäht, andere haben vorher z.B. nach Helligkeit sortiert, wieder andere haben jeweils die Stoffe eines Päckchens um das entsprechende Siggi gruppiert usw.


    Ich habe alle Päckchen geöffnet, die Quadrate nach Farben und Helligkeiten sortiert und dann damit "gemalt". (fertige Größe etwa 2,20m x 2,80m)


    Als erstes den Regenbogen aus der Noah-Geschichte (als Zeichen dafür, dass Gott verspricht nie wieder eine Sintflut kommen zu lassen), erst gelb, orange, rot, wobei ich mit dem, was ich hatte, hinkommen musste. Ich konnte ja nicht einfach noch einen Streifen orange zusätzlich zerschneiden, um genug orangene Quadrate zu haben.
    Danach die andere Seite mit grün und blau. Lila nach außen, meist oben.
    Dabei möglichst in die Mitte des Regenbogens die reinen Farben, nach unten die dunklen und nach oben die hellen.

    Weil sehr, sehr viele blaue Stöffchen dabei waren, entstand die Idee mit dem Himmel, in den später die Sterne gequiltet wurden. Sie erinnern an die Verheißung, die Abraham von Gott bekam: Er sollte, obwohl uralt und kinderlos, so zahlreiche Nachkommen kriegen wie die Sterne am Himmel.


    Aber was macht man mit so vielen pinken und rosa Stoffen? Einen Sonnenaufgang! Die Morgenröte symbolisiert die Hoffnung, die Jesu stellvertretender Tod uns bringt.


    Für das Kreuz und den Berg auf dem es steht (Golgatha) konnte ich die schwarzen und dunklen Stoffe verwenden.
    Grau wurde der Weg zum Kreuz ("Niemand kommt zum Vater, außer durch mich"). Wenn man direkt vor dem Quilt steht, sieht man den Weg nicht leicht, aber mit Abstand wie auf dem Foto erkennt man ihn gut. Das ist wie im Leben: Nicht jeder findet den Weg.


    Es blieben noch grün und braun als "Lückenfüller", manchmal trist, manchmal chaotisch, wie das Leben eben so ist. Die dorthin gequilteten Wellen sind teils recht stürmisch, aber nie höher als das Kreuz.
    Da der Quilt so viele positive Impulse in sich trägt, habe ich ihn "Gott will uns gute Zukunft schenken" genannt und unten auf den Rand gestickt.



    Der andere Quilt ist ein Kanzelbehang für die Osterzeit.


    Der Betrachter scheint im Schatten unter Bäumen zu stehen und durch ein leicht geöffnetes, schmiedeeisernes Tor in einen paradiesisch schönen Garten zu schauen.
    So empfinde ich unsere Situation hier auf der Erde: Noch verdunkeln Schwierigkeiten wie Krankheiten, Verluste, Tod und Krieg unser Leben, aber Jesus hat uns durch seinen Tod und seine Auferstehung das Tor zur Ewigkeit schon aufgemacht. Der Weg ist frei zu einem Leben in der unmittelbaren Nähe Gottes, wo es keinen Schmerz, keine Tränen, keinen Tod und keinen Streit mehr geben wird.
    Ich wurde dazu inspiriert durch das Buch "Enchanted Views" von Dilys A. Fronks, das mir sehr geholfen hat. Sie erklärt gut die Technik des Applizierens und auch die Gestaltung des Hintergrunds. Allerdings auf englisch.


    Ich hoffe, Andrea, das waren die gewünschten Erklärungen (kurzgefasst, sonst müsste ich ja ein Buch schreiben ;) )
    Sonst musst Du nochmal nachfragen!
    Gute Nacht!

    Faulengraben: Jutta, Du hast nach einem Foto vom Millenniumsquilt gefragt und durch das Foto von Deinem Quilt mich an einen zweiten Quilt meinerseits erinnert, der ähnlich wie Deiner gearbeitet ist. Deshalb jetzt hier 2 Fotos:
    01Millenniumsquilt-bester.jpg
    05DSC6837-BearbeitetOstern.jpg
    Der zweite Quilt hat als Hintergrund auch ein Watercolor-Bild, allerdings sind die senkrechten Spalten in der Höhe versetzt, also anders zusammengenäht als der Millenniumsquilt (Y2K).
    Darüber ist dann ein schwarzes Tuch mit dem vorgezeichneten Torgitter gelegt worden (genau an die richtige Stelle, damit die Tierköpfe auch zu sehen sind - gute Planung unbedingt nötig!) und dann wurde Loch für Loch aufgeschnitten, die Nahtzugabe untergedrömmelt und von Hand festgenäht. So kam nach und nach das eigentliche Bild zum Vorschein. Das hat echt Spaß gemacht, aber es war auch nicht einfach.
    Wer noch mehr inhaltliche Informationen zu den Quilts möchte, findet sie auf meiner (leider lange nicht upgedateten) Homepage. Die Adresse hängt an meiner Pinwand.
    Oder fragt mich halt.

    Damals habe ich meinen MillenniumsQuilt als Watercolor genäht (2080 Quadrate mit 6,5 cm Kantenlänge).
    Als erstes habe ich mir auf Nessel ein riesiges Gitter gezeichnet mit 6,5cm Kästchen, so groß wie das Bild ohne das Zusammennähen werden soll.
    Darauf habe ich die Stoffquadrate gepuzzelt (3 Tage à 8 Stunden im Gemeindesaal).
    Anschließend habe ich mit Hilfe meiner Tochter jede Reihe mit einem laaaaaaaangen Streifen Malerkrepp fixiert.
    Dann den großen Nessel mit den draufgeklebten Quadratestreifen aufgerollt und mit nach Hause genommen.
    Dort konnte ich immer zwei Streifen freirollen und Pärchen nähen, d.h. die beiden ersten Quadrate aneinander, die beiden zweiten Quadrate usw..., aber nicht abschneiden, sondern als lange Kette!
    Wenn die erste Kette fertig ist, also die beiden ersten Reihen als Pärchen vernäht sind, Hab ich das erste Pärchen an das zweite genäht, das zweite an das dritte usw... und zwar genau so, wie sie aneinanderhingen, und dabei die Nahtzugabe einmal nach rechts und einmal nach links, immer abwechselnd.
    So erhielt ich Doppelreihen, die ich dann hinterher zusammengenäht habe.
    Es geht also durchaus auch ohne Quilters Grid.
    Das es sehr hilfreich ist, wenn man viele Stöffchen hat, stimmt. Aber es kommt auch sehr auf die Stoffe an. In der Gruppe haben wir mal aus gut 100 Obst- und Gemüsestoffquadraten auf Quilters Grid ein Top genäht.Das sah auch gut aus! Man kann es auch quilten, aber nicht so gut, und zum Kuscheln ist es auch nichts.

    Eigentlich muss das ohne Rahmen nur mit Stickvlies funktionieren! Aber auf Stickvlies kann beim Kreisnähen fast nie verzichtet werden. Ich kenne zwar nicht den Kreisnäher von Brother, sondern nur die von Pfaff, aber so ein großer Unterschied kann da eigentlich nicht sein. Man könnte auch mit Sprühkleber zur Sicherung des Stoffes auf dem Stickvlies arbeiten.

    "Jeden 2. Dienstag im Monat von 17:00-19:00 ( im Januar 14.1.2014)


    Uhr trifft sich eine Patchworkgruppe im Begegnungscentrum Gliesmarode, Am Soolanger 1a (links neben dem Schwimmbad)


    Interessierte sind herzlich willkommen.


    0531/371447



    Jeden 1. Freitag im Monat findet im Begegnungszentrum ab 14:00 Uhr ein Nähcafe statt.


    Wer gerne in Gemeinschaft näht ist herzlich willkommen.


    Weitere Infos bei Frau Herok 0531/371447" (Zitat aus einem Infobrief von Christiane Miesl)


    Außerdem ist dort an jedem 1. Freitag und Samstag im Monat ein Verkauf von Patchworkstoffen und Zubehör.

    Bei dem Thema bin ich kein Profi, aber da kein anderer antwortet, schreibe ich das, was ich weiß:
    Auf keinen Fall Jersey trommelfest ziehen! Sondern entweder auf stabile wasserlösliche Folie heften( die straff eingespannt ist) oder auf Klebe-wegreiß-Vlies drücken (nicht gedehnt, aber schön glatt). Also das Trägermaterial muss glatt bzw. straff gespannt sein, der Jersey nur glatt darauf geheftet oder besser geklebt. Manche nehmen Sprühkleber. Damit habe ich keine Erfahrungen.
    Ich würde es mit Jerseynadeln versuchen. Und die Stickerei darf nicht zu dicht sein, sonst ist die Stickerei nicht dehnbar und der Jersey reißt beim Waschen am Rand der Stickerei (Woher ich das wohl weiß?)
    Zum Bobbin: Frage Dich, was mehr stört, falls es doch mal oben zu sehen ist. Und wie sieht es auf der Rückseite aus? Sieht man sie oder ist es egal?
    Zuschneiden: Besser erst sticken, weil dann mehr Stoff zum Einspannen bleibt. Wenn er allerdings sehr groß ist, vielleicht doch besser erst abschneiden. Kommt halt auch drauf an, ob Du ein riesiges Feuerwehrauto auf einen Babypulli stickst oder ein kleines Blümchen auf ein Erwachsenensweatshirt.
    Dass man eine Stickerei nicht unterbrechen soll, habe ich noch nie gehört. Hängt das von der Maschine ab? Selbstverständlich unterbreche ich, wenn ich es für sinnvoll erachte. Man muss dann halt ein paar Stiche zurück stellen, damit man kein Loch in der Stickerei hat.

    Wenn eine Einlage aufgebügelt werden kann, steht das meistens auf den Rand gedruckt, bei welcher Hitze und ob mit Dampf oder ohne. Wenn Dein BW-Stoff elastisch ist, solltest du lieber auch elastische Vlieseline nehmen. Man kann (oder konnte zumindest früher) bei Firma Freudenberg für 5 € einen Musterordner mit Probestückchen zum Anfassen und Beschreibungen, wie sie zu verwenden sind, bekommen. Ich finde den sehr hilfreich. Sonst hilft eine Beratung im Fachgeschäft ( Stoff mitnehmen) oder ausprobieren. Vielleicht auch googlen.

    Das klingt so, als ob irgendwo der Stoff beim Zurücktransportieren hängenbleibt. Kannst Du ausschließen, dass sich der Rock irgendwo verhakt oder dass er am Ende zu dick ist, so dass die Maschine nicht den "Berg" hochnähen mag?
    Vielleicht klappt es, wenn Du das Loch von der anderen Seite aus nähst?

    Ein großer Teil der Hemden gefällt mir. In meinem näheren Umfeld gibt es Männer, die sowas noch nicht einmal allein im Dunkeln anziehen würden, und welche, von denen ich annehme, dass sie ihnen gefallen würden. Der Preis scheint mir gerechtfertigt, auch wenn ich ihn nicht dafür ausgeben würde (lieber selbermachen), und geben nicht viele Frauen genausoviel und mehr für Kleider aus, die sie nur einmal und dann nie wieder anziehen?

...und hinein ins Nähvergnügen! Garne in 460 Farben in allen gängigen Stärken. Glatte Nähe, fest sitzende Knöpfe, eine hohe Reißfestigkeit und Elastizität - Qualität für höchste Ansprüche. ...jetzt Deine Lieblingsgarne entdecken! [Reklame]