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Beiträge von Baerle-S

    Ich möchte selbst Grundschnitte entwerfen, habe aber jetzt vor dem Entwerfen ein Problem. Ich hab zwar Normalgewicht, aber bei weitem keine normale sprich durchschnittliche Figur, wie fast alle. Hauptproblem sind ein langer Oberkörper und die Oberweite. Dass mit Ü60 und einer großen Oberweite (70K) der Brustpunkt mit und ohne Bh eine gewisse Differenz ausweist ist, denke ich jedem klar. Nun hab ich aber festgestellt, dass es auch Unterschiede je nach Bh gibt. Meine Sport-Bhs, die ich oft trage, drücken die Brust fest an den Oberkörper, der Brustpunkt sitzt auch etwas tiefer. Bei Balconnet-BHs sitzt der Brustpunkt erstens etwas höher, zweitens wird die Brust mehr nach vorne präsentiert. Das heißt nicht nur die Höhe des Brustpunkts ist etwas unterschiedlich, sonder auch der Umfang. Der Unterschied beträgt etwa 5 cm wenn ich es selbst messe (ob das nur die andere Präsentation der Brust (= mehr hervorstehend) zusammenhängt oder der Rippenumfang etwas höher gemessen zum Unterschied beiträgt, kann ich durch selbst Messen nicht feststellen). Und 5 cm sind doch ein gewisser Unterschied. Bevor ich mich von einer Freundin ausmessen lasse und meine Schneiderpuppe auf meine Maße auspolstere, muss mich mich entscheiden mit welchen Maßen ich arbeiten möchte.


    Was möchte ich nähen? Aus Jersey und Strickstoffen Tshirts, Sweatshirts für Sport und für "gut" (d.h. aus hochwertige Stoffen, raffinierten Schnittvariationen und Embellishment), Westen und Jacken aus Walkstoffen, aber auch aus den unterschiedlichsten Webstoffen, gerne auch mit Patchwork, auch Kleider und Blusen. Beginnen möchte ich mit einem Bademantel, da der doch eher lose sitzt. Hosen lass ich erst mal weg, da passen mir auch gekaufte Sachen ganz gut, aber mit meiner Oberweite und einem langen Oberkörper finde ich fast nix, was wirklich gut sitzt - außer Oversized;) und das mag ich nicht immer tragen.


    Da ich auch die Tshirts mit Brustabnäher ausstatten möchte, tendiere ich fast dazu die Balconnet-Maße zu nehmen. Richtig oder eher doch nicht so günstig? Oder zwei Grundschnittvarianten je nach Bh-Sorte (lohnt sich diese Arbeit)? Oder eine Mittelmaß zwischen beiden Maßen?

    Hallo,


    ich hab zwar ein Video gedreht, das ist aber zu groß zum Hochladen im Anhang drei Bilder. Das rechte zeigt den normalen Startbildschirm vor dem Drücken des grünen Häckchens. Wenn man es mit dem normalen Nähfuß drückt, rappelt der Nähfußträger oder - stange sehr laut ein Mal rauf und runter und die Maschine ist nähbereit.


    Beim Stickfuß hört dieses Rappeln nicht auf. In den beiden anderen Bilder sieht man so ungefähr die Höchste und Niedrigste Posititon, die der Stickfuß einnimmt. Und das würde er stundenlang machen, wenn man nicht wieder ausschaltet.


    Nina0310 Da die Maschine nach dem Ausschalten automatisch auf "Normal" zurückspringt, ist der Transporteur tatsächlich wieder hoch, wenn man einschaltet. Er lässt sich aber während des "Aufwärmens der Maschine" (ich hab dafür keinen besseren Ausdruck) nicht ausschalten, auch kein anderes Bedienfeld auf dem Display spricht an.


    Eichelberg Der Stickfuß ist nicht wie der Knopflochfuß, er hat keine Verbindung über Kabel zur Maschine. Er ist für Quilten und eben, was ich mache, freies Maschinensticken.


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    Ich hab meine Kirei erst seit Ende November. Da ich erst noch zwei Patchworkdecken fertig nähen musste, lagen der Stickfuß mit dem Adapter Shank (so eine Art zusätzlicher Halter) in ihren Boxen - bis gestern. Endlich konnte ich den Fuß ausprobieren, im Laden konnte ich nur den Rulerfuß testen. Die Maschine wird anscheinend so selten verkauft, dass keine Stickfüße da waren, die normalen von Juki passen nicht). Trotz des hohen Preises und der langen Lieferzeit wollte ich aber einen ordentlichen Stickfuß haben.


    Gestern habe ich lange Stunden ausprobiert und bin sehr zufrieden:). Aber als ich heute die Maschine eingeschaltet habe, (bei Juki kommt ein Startbildschirm mit einem grünen Häkchen, nach dem Drücken springt die Maschine mit einem japanischen "Kampfschrei" an) hat das Selbstjustieren des Nähfußhalters nicht funktioniert. Er fuhr dauernd rauf und runter. Man kann die Maschine nur ausschalten, den Fuß abbauen, wieder einschalten und dann wieder montierenX(. Das kann aber nicht im Sinne des Erfinders sein.:?:


    Kennt jemand die Lösung?

    Aus langjähriger Erfahrung mit alten Textilien noch drei Tipps zum dem Verarbeiten, falls der Quilt/die Patchworkkleidung/das Täschchen kein reines Wandobjekt sein ist, sondern irgendwann auch mal gewaschen werden soll.


    1. Einige alte Materialien haben eine Appretur, d.h. sie können einen wunderbaren zarten Cremeton haben, der nach einer Wäsche dann weg ist. Besonders Servietten, Handtücher und Tischdecken, die als ungebraucht verkauft werden (und es auch sind) verändern nach der Wäsche die Farbe.


    2. Material kritisch überprüfen - bei alter Bettwäsche auf die Knöpfe achten, wenn die meist stoffbezogenen Wäschknöpfe schon sehr "abgenagt" sind, ist der Stoff stark gebraucht und neigt zum Reißen.

    Bettücher genau anschauen - sie sind oft in der Mitte schon durchgelegen und dünner.
    Einen Reißtest ausführen hilft oft - dazu nimmt man einen vergleichbaren neuen Stoff und reißt mit immer stärker werdender Kraft am Rand bis man merkt, dass er nachgibt. Wenn der alte Stoff das auch aushält, ist er noch gut in Schuss.


    3. Bei zarten Schmuckelementen - Leinen vor Baumwolle und Seide - Leinen ist als Material viel widerstandsfähiger als Baumwolle oder Seide. Eine handgeköppelte Spitze aus Leinen (es gibt nur wenig maschinengeklöppeltes Leinen) würde ich ohne weiteres bei einer Weste oder Jacke einsetzen, auch wenn sie sehr zart ausgeführt ist. Bei Baumwolle würde ich mir es überlegen. Alte Seide - wirklich alte Seide vor etwa 1870 - ist oft erstaunlich fest, dann wurde Seide, die immer nach Gewicht verkauft wurde, mit Metallsalzen beschwert, was zum Bruch der Fasern führt. Meist kann man die Schlitze aber sofort erkennen, aber eine vorsichtiger Reißtest am Rand kann Ausschluss geben. Ich verwende alte Seide gerne, um an alten Taschenbügeln neue Täschchen zu kreieren. Aber auch hier wäre es ärgerlich, wenn der Stoff plötzlich das Auflösen anfängt.


    Weitere Materialien, die mir zum Verarbeiten als Weißquilt einfallen sind alte Damentaschentücher, die oft auf weißem Grund zarte Blumenmotive haben, die gut als farblicher Akzent passen - wenn man in Spitzen schwelgt, kann man gleich auch in Rosen träumen ;) sowie alte Monogramme. Und - auch recht witzig - Flecken nicht wegschneiden und wegwerfen sondern sammeln und verarbeiten. Nach dem Motto ein Fleck ist eine Katastrophe, viele Flecken sind ein Muster ;-).


    Wer alte Stoffe nur tönen will, Kaffee vor Tee. Meine Färbeversuche mit schwarzem Tee waren oft grünlich oder gräulich - Kaffee dagegen bringt einen schönen warmen Cremeton hervor. Tee ist allerdings waschfester als Kaffee. Es gibt aber auch Farbstoffehersteller, die einen zarten Beigeton verkaufen, z. B. Procion.

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