ein Vesperfach mit mehr Tiefe, in das die Proviantboxen reinpassen.
Stichwort: Blasebalgtasche - nimm die grösste Box als Mustervorlage für's 3D Modell - Oberfläche plus angeschnitttene Boden- und Seitentiefe + reichlich NZ.
ein Vesperfach mit mehr Tiefe, in das die Proviantboxen reinpassen.
Stichwort: Blasebalgtasche - nimm die grösste Box als Mustervorlage für's 3D Modell - Oberfläche plus angeschnitttene Boden- und Seitentiefe + reichlich NZ.
Du kannst auch mit der Nähmaschine heften. Geradstich, größte Stichlänge, einmal rundum außerhalb des Stickmotivs, aber innerhalb des Stickrahmens. Hält und ist w/ großer Stichlänge nachher gut zu trennen. Den Heftrahmen würde ich mit anderer Garnfarbe machen als die Frotteefarbe. Ist in den Frotteeschlingen leichter zu sehen.
die Erfahrung kommt beim machen. Das erste Modell ist meist noch verbesserungswürdig, beim zweiten dann schon deutlich besser. Du weißt dann schon besser, welches Material für welchen Zweck und das zu transportierende Gewicht gebraucht wird, weißt über Zubehör wie Garn, Nadel, Stiche und deren Einstellungen, Verstärkung etc. Bescheid und vor allem in welcher Reihenfolge Du am effektivsten arbeitest.
Zur Trinkflasche: ich hab für eine 1/2 Liter Flasche einen extra Beutel mit langem Gurt zum umhängen genäht. Beim wandern hängt sie greifbar schräg über eine Schulter, in der Stadt unterwegs ist sie in der Umhängetasche verstaut. Der lange Gurt wird um den Riemen/ Gurt der Umhängetasche geschlungen. Ist für mich so praktischer als ein extra Flaschenfach in der großen Tasche.
Den Riemen würde ich geteilt ansetzen.
1. weniger Materialverbrauch beim zuschneiden
2. Du kannst nach Bedarf verlängern/ verkürzen
3. Du kannst auch mal Kleinkram am Riemen direkt anhängen (Schlüsselbund, Geldbeutel, Tatüta etc. - Band zur passenden Schlinge legen, kleine Karabiner einhängen, Schlüsselbund, Geldbeutel etc. auch mit schmalen Schlingen versehen und in die Karabiner einhängen). Steckverschlüsse finde ich praktischer als Gürtelschnallen.
Metallverbinder (D-Ringe, Vierecke) sehen chic aus, Stoffschlingen genauso, sofern der Stoff stabil ist. D-Ringe sind oft aus einer Länge Draht geformt, haben häufig einen kleinen Schlitz, der Trageriemen kann u.U. da rausrutschen.
Gegossene Metallteile sind ohne "Nahtstelle"
Verstärkung: kommt auf die Stabilität des Stoffs an und welches Gewicht die Tasche aushalten soll.
Die kleineren Innen- und Außentaschen verstärke ich nicht, nur den großen Taschenkörper und den Boden, wiederum abhängig vom verwendeten Stoff und dem zu transportierenden Gewicht.
Stoffe: gerne Markisenstoff (uni und gemustert), fest gewebte Möbelbezugs- und Vorhangstoffe (es gibt fantastische Muster und Farben; Restekiste in Möbelhäusern mit Meterware für Bezug- und Vorhangstoffe), Denim/ festen Köper (meist Reste vom Bekleidung nähen oder aussortierte Jeans).
So aus Erfahrung von über 20 Jahren Taschennähen:
Am einfachsten und effektivsten sind 3 Korpusteile, je eins für vorne und hinten plus ein umlaufender Streifen für die Tiefe.
Daraus machst Du die Außentaschen samt aller Dekoelemente und verstürzdt das Futter an der Oberkante.
Die einfachsten Sselbstverständlichkeiten vergisst man immer zu erwähnen ![]()
Was ich bei Formteilen - hier z.B. die aufgesetzte kleine Außentasche - gerne mache: zum umbügeln der Nahtzugaben eine Schablone benutzen. ein schlichtes Stück Pappe in Form der Schnittvorlage ohne Nahtzugabe.
Ein Streifen Pappe, der sicher in jedem Haushalt zu finden ist, ist übrigens auch eine gute Hilfe, wenn Saumzugaben umgebügelt werden, natürlich bevor sie festgenäht werden. In der passenden Breite geschnitten, erspart es das ständige abmessen des gleichmäßigen Umschlags.
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Punkt 2
Die Tasche besteht aus einem gefütterten Körper, an dessen Rückseite die Taschenklappe angenäht ist. Dadurch entsteht ein Absatz, zwischen Taschenbauch und Klappe, in dem sich gerne allerhand Krümel & Co sammeln. Das nervt mich gewaltig. Ich will den Taschenköper mit Klappe komplett aus einem Stück haben.
Die kleine Tasche an der Vorderseite soll auch wieder drauf. Nur wie, darüber grübele ich ...
Punkt 3
Das geniale Zeitungsfach, eine hintere Einschubtasche muß auch wieder dran. Momentan ist die Trennwand zwischen Einschubfach und Rückwand der Tasche ein doppelt gelegtes Futter, was ziemlich abgeschabt ist und fast keine Stelle mehr, an der ich nicht bereits ausgebessert habe. Bei der Taschenkopie soll das aus doppeltem Taschenstoff sein wegen der Stabilität und dem Durchscheuern.
Das Blöde an der Geschichte ist nur, daß die Stoffteile nach dem Zusammennähen (rechts auf rechts) umgestülpt werden, damit die Nähe innen liegen und die Seitenteile auch irgendwie mit rein müssen. Wie mach' ich das am besten?
Vorstellbar wäre, alle Kanten mit einem Abschlußband oder Zierpaspel zu verbinden. Ist diese Idee zielführend?
Dann frage ich mich, ob es besser ist, die kleine Tasche vor dem Zusammennähen der großen Stoffteile aufzusetzen, was dann bei Umstülpen knifflig wäre. Oder erst, wenn der Taschenkörper schon fertig ist, was auch deppert ist, denn dann sieht man innen die Nähte, wo es festgenäht wurde.
Was ich vermeiden möchte, ist jedes Taschenteil einzeln zu nähen und zu verbinden. Ich möchte möglichst viele zusammenhängende Teile habe. Geht das überhaupt?
Könnt Ihr bitte ein bißchen Licht in meine Gedankenverwirrungen bringen? Das wäre prima, Danke.
die angenähte Klappe mit der Ansammlung von "Restmüll" dürfte bei den meisten Ledertaschen der Grösse der vorhandenen Häute geschuldet sein. Bei ausreichend großen Stoffstücken also kein Problem, Klappe und Taschenkörper in aus einem Stück zu schneiden.
Die aufgesetzte kleine Tasche vorne wirst Du vor dem zusammenfügen der großen Teile aufnähen müssen, das gesamte Teil unter das Füßchen zu kriegen und das Kurven nähen ist mit unseren Haushaltsmaschinen schwierig, eine eklige Arbeit, Du wirst fluchen wie sonst wer.
Steck oder klebe die NZ der kleinen Tasche nach innen und steppe dann von außen die drei Seiten fest (Stichwort aufgesetzte Tasche bei Kleidung/ Mantel). Dreifach-Geradstich oder festes Jeans-Topstitch-Garn wäre dazu eine Möglichkeit. Das Zeitungsfach auf der Rückseite nähst Du am besten auch vorher auf.
Ich würde u.U. die großen Taschenteile (Vorder-u. Rückseite, Boden, Zeitungsfach) mit Schabrackeneinlage verstärken. Vlieseline z.B. bietet diese in drei verschiedenen Varianten an. Die gibt es aufbügelbar und nicht aufbügelbar (wird beim nähen mitgefasst). Die Nahtzugaben der Einlage sollten aber unbedingt knapp neben der Naht abgeschnitten werden.
Wenn alle Einzelteile an ihrem Platz sind, kannst Du die Taschenteile zusammenfügen und wenden.
Von einer Rundum-Einfassung mit Band (Schräg- oder Ripsband) möchte ich Dir abraten, es sieht nicht unbedingt gut aus (Ausnahme kleinere Taschen zum ausgehen abends - Clutches u.ä.)
Ich hatte bei meinen ersten Taschen auch gedacht, die kleineren Teile später anzubringen und festgestellt, es ist eine Sch..ssarbeit. Es ist wirklich einfacher und tatsächlich zeitsparender zuerst die Einzelteile anzubringen und danach zusammennähen und wenden.
Täschner- und Sattlerbetriebe haben andere Maschinen, können damit ganz anders arbeiten als wir mit unseren Haushaltsmaschinen, aber auch diese Betriebe entwerfen Schnitt und Design nach den Möglichkeiten des vorhandenen Leders wie Dicke (dickes Rindsleder oder stoffweiches Ziegenleder z.B.), Gerbung und Hautgrösse.
Laß Dir das Ganze nochmal durch den Kopf gehen.
Übrigens ist es von Vorteil, erstmal ein 3D Papiermodell zu machen. Kleb die einzelnen Schnitteile zum Modell zusammen (Tesastreifen reichen), notiere und markiere Paßzeichen, eventuelle Abnäher - alles was nötig ist, danach schneidest Du die die Klebestreifen einfach wieder auseinander und hast die korrigierten Schnittteile zur Verfügung.
...
Daher bei ungefütterten Taschen an denen man lange Freude haben will: Französische Nähte und diese absteppen.
ich ergänze:
statt französischer Nähte (schwierig bis fast unmöglich bei schwerem Denim u.ä.) NZ mit Schrägband einfassen, auseinanderbügeln und evtl. an der Einfasskante absteppen. Hongkong-Einfassung reicht dann statt beidseitig eingeschlagener Einfassung.
flicken mit der Nähmaschine?
Ist schneller gemacht als mit der Stickmaschine (Datei evtl. bearbeiten, Stickvlies fixieren, im Rahmen einspannen, Motiv positionieren etc.). Mit der Nähmaschine bist Du flexibler, was Garn, Stiche, Form betrifft. Und natürlich die Position der Flickstellen wie z.B. am Hosenboden neben oder auf der Schrittnaht.
Da Du es Dir vom Arbeitsplatz her erlauben kannst, tendiere ich zur Overlock.
Ich hab meine Bernina Overlock seit mehr als 20 Jahren, sie ist zuverlässig wie eh und je und macht, abhängig von den jeweils passenden Einstellungen, keinerlei Probleme.
Nadeln, Garne, Sticheinstellungen müssen natürlich zum Stoff passen.
die Metallzähnchen kannst Du ggfs. genauso rausknipsen wie Kunststoffzähnchen. Aber eine Mehrlänge von 1-2 cm reicht schon. Da brauchst Du nix rausknipsen. Setz den genähten Querriegel nicht zu weit oben an, am besten dort, wo auch bei den RV-Zähnchen die Verriegelungsklammer sitzt.
Jerseynadel und ballpoint sind identisch. Gut bei normaler Wirkware wie z.B. Shirts aus überwiegend Naturfaser (BW,Viscose u.ä.), auch mit Elastananteil.
Stretchnadeln sind gut für Gewirktes aus überwiegend Kunstfaser wie z.B. Sport-/Funktionskleidung.
"offen" angesetzt = nach innen nicht eingeschlagen.
Weiterer Vorschlag: die inneren Nahtzugaben an Hose und Bund knapp zurückschneiden, die innere Bundnaht wie von Aline beschrieben, versäubert offen anstecken und von der Außenseite her absteppen. Wenn Du mit dickem Topstitchgarn Probleme hast, probiere auf einem passenden Stoffläppchen den 3Fach-Geradstich mit normalem Nähgarn. Passendes Läppchen heißt: genauso hergerichtet wie den echten Bundansatz: mehrfache Stofflagen, Jeansnadel in passender Stärke (100 bis 110), Stichlänge vergrößern oder den kurzen Heftstich anwählen, der ist ideal zum absteppen und mit dem richtigen Garn auch haltbar.
Maschine gründlich reinigen, besonders auch beim Transport - überall wo man sonst nicht hin guckt. Die Spannungsscheiben wurden ja schon erwähnt, ebenso neu einfädeln und frische Nadel. Wenn die Maschine komplett sauber ist (Pfeifenreiniger sind meine bevorzugte Putzhilfe, flacher Backpinsel, Zahnbürste u.ä.), bei Bedarf auch geölt, nimm Dir ein paar Stofflappen - vom Stoff, der Dir gerade Probleme macht, und probiere nach und nach die Einstellungen der Fadenspannungen durch. Das passende Ergebnis klammerst Du an das jeweilige Stoffläppchen und legst es für zukünftige Problemlösung in der Bedienungsanleitung ab. Hilft ungemein bei der Fehlersuche.
Unabhängig vom Fabrikat zeigt "ladder" eigentlich die Rückseite bei flatlock an, der Stick kann auch dekorativ für Stoffoberseiten genutzt werden. "blanket" entspricht optisch je nach Maschine einem handgestickten Langettenstich bzw. einem Applikationsstich einer Nähmaschine (dekorative Stiche).
Immer abhängig vom Maschinenmodell und Fabrikat. "ladder" können eigentlich alle Overlocker, "blanket" nur einige.
Stichanzahl beim verkleinern/vergrössern sollte eigentlich über Strg funktionieren. Die Arbeitsleiste zeigt Dir beim markieren des Motivs an, wieviel Stiche das Original hat, nachher die Anzahl nach der Größenveränderung.
Also Motiv markieren, Strg gedrückt halten und Motiv entsprechend skalieren. Eventuelle Füllstiche können verloren gehen. In der Stickvorschau kannst Du das Ergebnis bedingt kontrollieren, beim teststicken mit der Maschine sicher.
sofern noch nicht oder nur kleinteilig verschlissen:
- Probeteile für kompliziertere Nähprojekte (z.B. Sesselhussen mit vielen gerundeten Einzelteilen)
- (Bett-)Kissenbezüge in Sondermaßen, die es fast nie zu kaufen gibt, außerdem macht selbernähen mehr Spaß.
- einfarbiges wird umgefärbt
- Staubschutzüberwurf
- innenliegende Kleider- Hosentaschen
- Putz- und Schuhputzlappen
stark verschlissenes und Kleinteile/ Reste kommen in die Tonne
falls ich's überlesen habe:
meine Erfahrungen:
Superstretchnadeln sind perfekt für Webware mit höherem Elastan-Anteil.
Ballpoint/ Jerseynadel für Wirkware, mit oder ohne Elastan.
Microtexnadeln bei sehr dicht geschlagener Webware wie Popeline und Stoffe für wetterfeste Outdoor- und Sportkleidung.
Zu den von rufie erwähnten Sticknadeln mit größerem oder länglichen Öhr: sticken geht auch mit normaler Nähmaschine (free motion und auch bobbinwork). Beim freien sticken (Nähmaschine) nehme ich teils 30er Garn, gelegentlich auch sehr feines Garn, das z.B. zum kunststricken verwendet wird. Oder feine Wolle. Dazu braucht's solche Nadeln. Sie sind auch sinnvoll, wenn ich auf der Overlock dickeres Garn verwende, das eigentlich nicht für maschinegesticktes oder maschinegenähtes vorgesehen ist. Mit den passenden Einstellungen und Nadeln funktioniert das sehr gut.
Unsere textilen Hobbies bieten ja ein immens breites Spektrum an Techniken und Zubehör, nicht jede(r) macht und braucht alles. Aber ich finde es toll, daß es die Möglichkeit gibt, zu jedem Material, zu jeder Technik das passende Zubehör zu finden.
Es ist ja ähnlich wie bei den diversen Nähfüßen, vielen reicht das Standardsortiment, andere brauchen/mögen zusätzliche Spezialfüße.
Ergänzen möchte ich noch, daß ein gutes Ergebnis ja nicht nur von der verwendeten Nadel alleine abhängt. Daß die Einstellungen an der Maschine - Stichlänge, -breite, Spannung - angepasst werden müssen, ist eigentlich selbstverständlich.
Zu Kleber: ich verwende mittlerweile seit Jahren fast nur noch auswaschbare Bastelklebestifte. Punktuell aufgetragen, außerhalb der Nählinie bzw. des Stickbereichs. Die Klebekraft ist ausreichend bis das Projekt bzw. der Teilbereich fertiggestellt ist und da der Klebstoff außerhalb der Nadeleinstiche aufgebracht wird, verklebt keine Nadel und kein Garn, das dementsprechend auch nicht reißt.
ein V-förmiger Einsatz (w.o. schon erwähnt) ist eine einfache Lösung und je nach verwendetem Material u.U. auswechselbar. Näh auf der Innenseite des Shirt-Ausschnitts ein paar kleine Druckknöpfe an (falls die Einfassung mit Beleg oder Schrägband gemacht ist), die Gegenstücke auf dem Einsatzstück. Es sollte etwas größer zugeschnitten und die Schenkel versäubert, evtl. leicht verstärkt sein, je nach verwendetem Material könnten die Druckknöpfe den Stoff ausreißen.
... auf einen rüpelnden Hamsterer treffen ...
ich hab gerade tatsächlich "rülpsenden Hamster" gelesen
das wundert mich jetzt nicht unbedingt. Mein Eindruck seit geraumer Zeit: sie haben sich verzettelt und zu viele Einzelthemen in Buchform gebracht. Was Zeitschriften betrifft: die sind auch nicht besser geworden. Die Konkurrenz ist groß, besonders seit viele ausländische Zeitschriften und Bücher zu den diversen Handarbeitsthemen problemlos in Deutschland erhältlich sind. Was "Anna" betrifft, die Zusammenlegung von "Anna" und "Lena" haben "Anna" auch nicht gut getan.
Ich hoffe, daß eine Überarbeitung des Gesamtkonzepts eine positive Lösung des Problems bringt und die Insolvenz nicht zwangsläufig zur Liquidierung führt.
Kerstin
