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Beiträge von nadelzwerg

    Es gibt unterschiedliche Stärken bei den Einlagen. Welche man dann nimmt, hängt von deinem Stoff ab. Ich finde immer, dass man so generell nicht einfach sagen kann, welche man für was nimmt.
    Am sinnvollsten ist es, wenn du ein Stückchen Stoff einpackst, in einen Stoffladen gehst und dann einem Verkäufer dort, dein Stückchen Stoff in die Hand drückst und sagst, dass du dafür eine Einlage brauchst.
    Meinen Nähschülern sage ich immer, dass sie den Stoff selbst mal auf die verschiedenen Einlagen drauf halten sollen und dann mal fühlen, ob der Stoff dadurch sich bisschen fester anfühlt. Als Faustregel gebe ich da immer mit auf den Weg, dass eine Einlage den Stoff nicht dominieren darf, also nicht zu fest werden sollte, aber auch nicht zu schlabbrig bleiben darf nach dem Bügeln. Man kann das fühlen, wenn man den Stoff drauf hält: Es sollte sich so bisschen fester anfühlen.


    Ich kenne das noch aus meiner Ausbildung so, dass wir immer auf ein Stückchen Stoff verschiedene kleine Quadrate von Einlagen drauf gebügelt haben und dann entschieden haben, welche wir nehmen. Das kann man natürlich im Geschäft nicht machen. Daher ist das drauf halten ein ganz gute Alternative.

    Damit ist das "Übersteppen" gemeint.
    Man legt quasi das Oberteil und den Besatz aufgeklappt unter die Nähmaschine und schiebt beide Nahtzugaben, die sich durch das Annähen des Besatzes an das Oberteil ergeben haben in Richtung Besatz und näht ganz schmal neben der schon vorhandenen Naht die Nahtzugaben auf dem Besatz fest (nicht von unten, wo die Nahtzugaben sind, sondern von oben: Die Nahtzugaben liegen also drunter und man näht auf dem Besatz).
    Somit wird verhindert, dass der Besatz nachhher beim Tragen des Shirtes hoch rutscht. Außerdem sieht man keine Naht, weil diese ja innen ist.


    Wichtig: Voher nicht die Naht ausbügeln, sondern einfach nur aufklappen und während dem Nähen die schon vorhandene Naht bissel auseinander ziehen und dabei darauf achten, dass beide Nahtzugaben in Richtung Besatz zeigen.
    Ich hoffe, ich konnte es einigermaßen klar rüberbringen wie es geht.

    Die Sache mit den Spulen wird sehr oft ganz stark unterschätzt. Wenn ich es richtig abgespeichert habe, müsste deine Maschine mit CB-Plastikspulen nähen. Die müssen jetzt nicht zwangsläufig von Singer sein. Diese Spule ist in vielen Modellen bei vielen Firmen in den Maschinen verwendet. Wichtig ist nur, dass du von der Qualität her gute CB-Spulen kaufst. Das kann dann auch von einer anderen Firma sein. Da bist du im Fachhandel am besten beraten. Nimm auch eine deiner Original-Spulen mit beim Einkaufen, damit der Verkäufer sehen kann, wie sie aussieht.
    Ich bin mir nicht vollkommen sicher, ob es diese Spulen sind, aber ich würde einige Stoffe drauf verwetten :)

    Ich verschenke sehr gerne selbstgenähte Sachen. Und meine Erfahrungen sind so, dass die Leute sich auch immer freuen und die Dinge, die ich gemacht habe, auch immer genau untersuchen.
    Bei mir ist es auch so, dass meine Umwelt das schon so erwartet, dass ich die Sachen selbst mache. Wenn ich etwas Gekauftes verschenke, sind die Leute in der Regel total enttäuscht.
    Vom Aufwand her handhabe ich das so wie ich Lust habe. Ich muss da auch immer selbst Spaß dran haben, daher unterscheide ich nicht unbedingt nach dem Aufwand. Sicherlich überlege ich bei einem sehr hohen Aufwand schon mal, ob ich das will.


    Ich selbst finde es auch immer schön, wenn ich etwas selbst gemachtes bekomme, daher finde ich es auch irgendwie "gemein", dass du "abwertende" Resonanz bekommen hast. Allerdings kann es halt auch nicht jeder schätzen, vor allem dann nicht, wenn derjenige z.B. nicht selbst näht.

    So banal es jetzt sich lesen mag, aber es passieren sehr oft Fehler beim Einfädeln. Du hast ja keine Spulenkapsel, die du "unten rein drückst". Deine Spule liegt "oben unter einem Deckelchen". Die Spule muss gegen den Uhrzeigersinn drehen, wenn du am Faden ziehst bzw wenn du nähst.
    Beim Oberfaden musst du immer darauf achten, dass der Faden richtig in der Führung liegt. Das bekommt man immer gut hin, wenn man nicht "einhändig" einfädelt, sondern bissel Spannung auf den Faden gibt, indem man mit beiden Händen einfädelt; d.h. die rechte Hand hält den Faden fest und die linke fädelt ein.


    Für mich sieht das Bild von deiner Naht so aus als ob der Oberfaden nicht richtig eingefädelt war. Da gibt es eine Faustregel: Schlauft oder "schwimmt" der Oberfaden, stimmt etwas mit dem Unterfaden nicht bzw ist er nicht richtig eingefädelt. Und anders herum: Schlauft oder schwimmt der Unterfaden, ist der Oberfaden nicht richtig eingefädelt.

    Das sehe ich auch so und ich hoffe, dass mein Eintrag keinen falschen Eindruck erweckt hat. Ich wollte ansich damit nur sagen, dass mir ganz glasklar ist, woher diese Mißverständnisse kommmen und es dann auch blöderweise doch oft in übler Nachrede endet, wo oft Begriffe aus dem Verwirrt-sein heraus fallen, die zwar anders gemeint sind, aber von der Bedeutung her anderes verursachen.
    Es ist ja für beide Seiten nicht leicht: Kunde-Verkäufer ist ja immer eine sensible Beziehung und ich muss in meinen Nähkursen oft solche falschen Eindrücke, die die Leute beim Einkaufen bekommen, wieder ins richtige Licht rücken. Ich war selbst lange im Verkauf und kenne diese Seite wirklich gut.

    Ich denke zu solchen Themen immer, dass wenn ich ein Mensch bin, der irgendwie im Verkauf arbeitet, ob das jetzt als Handwerker oder Verkäufer oder sonst wo ist, bin ich halt ein Mensch, der im Service/Verkauf arbeitet. Daher sollte ich davon ausgehen, dass der Kunde, der kommt, keine Ahnung hat und dann ist es an mir als Verkäufer freundlich und durchaus auch aufklärend auf den Kunden zu zu gehen und nicht nur unwirsch ihm was um die Ohren zu hauen. Dann muss ich mich als Verkäufer/handwerker etc nicht wundern, wenn man mir nachsagt, dass ich unfreundlich bin und eventuell auch von dubioser Natur. Eine Nähmaschinen-Reparatur oder Wartung kostet nun mal ein Stängchen Geld, was ja auch legitim ist. Aber das ist dem Kunden oft nicht klar und der Kunde geht verstört wieder raus. Da brauche ich als Verkäufer kein Verständnis erwarten, wenn ich dann so gehandelt habe. Und nicht jeder Kunde, der gerade eine vor den Kopf geknallt bekommen hat, sieht das danach mit einem klaren Verstand, denn da fehlt einfach schlichtweg das Verständnis für die Sache ansich. Der normale Mensch weiß einfach nicht, was bei einer Reparatur oder Wartung für eine Arbeit drin steckt und wie verdreckt eine Maschine im Korpus sein kann.

    Ich habe mir die Fotos mal angeschaut und so wie ich das sehe, sitzt das ganze Hinterhosenbein nicht richtig, denn die Falten, sind nicht nur quer, sondern zeigen auch an den Seiten nach oben. Das heißt ansich, dasss das Hinterhosenbein generell nicht richtig nach oben gezogen wird; und zwar über dem Gesäß. Mich würde ansich jetzt mal interessieren, wie es hinten am Bund oben aussieht. Es wird, so denke ich, darauf hinauslaufen, dass die Schrittnaht nicht richtig sitzt und von dem her die Hose über dem Gesäß zu weit unten hängt oder gezogen wird. das wirkt sich auch auf die Beine ansich aus.


    Kannst du ein Foto von hinten machen, wo man dich komplett mit Bund sieht?


    Vielleicht ist es damit aber getan, wenn man den Bund hinten weiter nach oben zieht. Wobei ich denke, dass auch noch Weite rein muss in der hinteren Mitte und eventuell noch an den Seiten.

    Zu der Frage wieviel man von der hinteren Mitte und den Seitennähten wegnehmen kann, ohne dass es sich verzieht:
    Das muss man immer so machen, dass die Mitten (vorne und hinten) immer in den Körpermitten (vorne und hinten) liegen bleiben. Die Seitennähte teilen den Körper genau in der Seitenmitte. So kann man jetzt abstecken und schauen, dass man die Weite so rausnimmt , dass die Nähte ansich dort bleiben, wo sie sein müssen.

    Ich habe irgendwann mal in einem Film einen Satz gehört, der mich richtig "geläutert" hat. Ich weiß auch garnicht mehr, was das für ein Film war. Aber da sagte jemand "Es gibt immer einen Weg. Du musst ihn nur finden".
    Das habe ich mir gerade beim Nähen wirklich zu eigen gemacht. Und ich kann nur sagen, dass das funktioniert. Ich bin am Anfang meiner Näh-Karriere oft auf schier unlösbare Probleme gestoßen und wenn mich jemand im Nähkurs was gefragt hat, wußte ich oft nicht weiter und stand ab und an vor der Resignation. Aber seit ich mir in schwierigen Lagen (und das betrifft jetzt nicht nur das Nähen) diesen Satz in den Kopf rufe, finde ich immer eine Lösung. Das hat mir sehr viel Ruhe und Zuversicht gegeben, wenn ich etwas nähe. Mir hat dieser Satz regelrecht die Schranken aus dem Kopf getrieben.


    Was das Nähen in Gruppen angeht, muss ich zugeben, dass ich schon ne richtige Quatsch-Liesel bin :) Ich unterhalte mich nebenher echt gerne, weil ich doch immer echt interessant finde, was die anderen so machen. Ich nähe aber auch gerne vollkommen allein. Das ist dann wie eine Tiefenentspannung, wenn ich mal nur so für mich herumwerkel.

    Die Dehnbarkeit ansich definiert nur, dass ein Stoff bzw Faser sich dehnt. Ansich müsste man hingehen und die Höchstzugkraftdehnung definieren (,was man aber ansich nicht benötigt)


    Von Elastizität spricht man, wenn sich eine Faser/Stoff nach einer Belastung wieder zusammen zieht. Da Fasern nie komplett wieder in die Ausgangslage zurück springen, also immer bissel "ausgedehnt" bleiben, ist es z.B enorm wichtig, dass ein Sportkostüm eine hohe Elastizität aufweist, damit bei einer Bewegung der Stoff nicht ausgedehnt bleibt. Ein Stoff mit z.B. 5% Elastizität kann für ein Eislauf-Oberteil nicht verwendet werden, wenn dieses hauteng sitzen soll. Ebenso im Bereich Dessous nicht. Hier arbeitet man oft mit 40% Elastizität. Von dem her kann aus der Angabe wieviel Prozent Elastizität ein Stoff hat, Rückschlüsse auf das Rücksprungverhalten geschlossen werden.

    Ich habe gelernt, dass man die Hände gerade ausgestreckt, geschlossen und flach auf den ausgebreiteten Stoff legt. Eine glatte Unterlage ist von Vorteil.


    (Idealerweise bleibt eine Hand liegen, die andere schiebt den Stoff unter Spannung davon weg.)


    Wenn man die Fingerspitzen als Ablesepunkte an "Start" und "Ziel" nimmt, ist diese Methode sehr komfortabel und zuverlässig.



    So habe ich das auch gelernt. Wichtig ist noch, dass man sich dafür hinsetzt; also nicht im Stehen machen, weil man zuviel Druck auf die Hände geben würde und dann kann man den Stoff weiter dehnen als er sich ansich dehnt. Im Sitzen kann man nicht mit dem Körper zu starken Druck auf die Hände ausüben. So gedehnt ist das Ergebnis dann auch ziemlich genau, was das Dehnungsverhalten eines Stoffes angeht.

    Ansich schon richtig, aber da muss ich dir in diesem Fall dennoch widersprechen. Genau für den Fall, dass man direkt am Stoffrand nähen will, gibt es das Überwendlich/Overlockfüßchen. Hier wird der Stich um den Rand herum genäht, also direkt am Stoffrand.


    Es kommt aber eben auch auf den Stoff drauf an. Manchmal geht das auch mit dem normalen Nähfuss. Daher immer ausprobieren. In meinen Nähkursen haben wir alle Varianten schon durch und es kann einfach alles auch wider der Regeln klappen.

    Jetzt aber nicht die Füßchen verwechseln.


    Für einen "richtigen" Rollsaum gibt es ein spezielles Rollsaumfüßchen, was man entweder schon im Zubehör hat oder nachkaufen kann. Das Füßchen hat quasi einen Trichter, wo der Stoff während dem Nähen eingerollt wird.


    Ich habe mir ansich überlegt gehabt, was man machen kann, wenn man kein Rollsaumfüßchen hat. Deshalb bin ich auf die Idee mit dem Überwendlich/Overlockfüßchen gekommen. Ich habe dies auch schon ab und an benutzt, um den Rand eben einzufassen und wenn man hier den Stich etwas kürzer stellt, dann kommt das einem Rollsaum relativ nahe. Im Grunde ist hier der Rand einfach nur mit dem Stich eingenäht bzw umnäht. So nähen die Overlockmaschinen einen Rollsaum.
    Manchmal "wurschtelt" es den Stoffrand aber einfach nur zusammen, dann könnte man das Umnähen des Stoffrandes ansich mit dem normalen Nähfuss versuchen.

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